Der vorzeitige Ausstieg von Pflegefachkräften aus
dem Beruf ist heute wegen des demographischen
Wandels in Europa gesellschaftlich wie auch für die
einzelnen Gesundheitsunternehmen von besonderem
Interesse.
Es ist bekannt, dass die Zahl jüngerer Arbeitnehmer
abnehmen und der Anteil der älteren Arbeitnehmer an
der Gesamtzahl aller Beschäftigten zunehmen wird.
Gleichzeitig bedeutet die steigende Anzahl älterer
Menschen, dass der Bedarf an Leistungen der
Gesundheitsversorgung zunehmen wird. Mittelfristig
stellt sich die Frage, wer die Pflegearbeit leisten
wird. Im Augenblick verlassen bundesweit viele
Pflegefachkräfte vorzeitig die Pflege. Um aber den
künftigen Versorgungsbedarf sichern zu können, ist
es unerlässlich, den Pflegefachkräften den Verbleib
im Pflegeberuf zu ermöglichen.
In der europäischen NEXT – Studie (nurses early exit
study), die in Deutschland von der Bergischen
Universität Wuppertal begleitet wird, werden die
Gründe und Umstände des vorzeitigen Ausstiegs aus
dem Pflegeberuf untersucht. In der ersten Phase
werden die Arbeitsbedingungen für Pflegefachkräfte
in den einzelnen teilnehmenden Institutionen
hinterfragt.
Die St. Marien-Hospital Borken GmbH hat sich an der
europaweiten Studie beteiligt, um dauerhaft
qualifiziertes Pflegepersonal zur Sicherung der
Versorgungssituation in unserer Region vorhalten zu
können.
Die Ergebnisse für
die St. Marien-Hospital Borken GmbH waren so gut,
dass die wissenschaftliche Leitung des Projektes den
Pflegebereich unserer Unternehmens als sog.
„attraktives Krankenhaus für Pflegefachkräfte“
identifizierte.
Derzeit überlegen wir gemeinsam mit der Bergischen
Universität Wuppertal, ein anknüpfendes
Forschungsvorhaben zu initiieren.
Die
Ergebnisse geben den interessierten
Lesern einen ersten Einblick in die Struktur des
Forschungsprojektes.
Weitere Angaben sind der Internetseite
www.next-study.net zu entnehmen.
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