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 Pflege / Organisationsstruktur
 
Organisationsstruktur
Grundlagen

Die Grundlage pflegerischen Arbeitens in der Klinik liegt in den "Leitgedanken pflegerischen Handelns in der St. Marien-Hospital Borken GmbH". Diese Leitgedanken wurden auf breiter Basis gemeinschaftlich erarbeitet. Bestandteile dieser Leitgedanken sind (siehe Rubrik "Pflegerische Leitgedanken")

 

 


  • die Darstellung der Grundposition unserer pflegerischen Verantwortung, hergeleitet aus den grundgesetzlichen und gesellschaftlichen Normvorgaben,
  • der Darstellung des Verständnis vom Menschen und
  • des daraus abgeleiteten Verständnis von pflegerischem Handeln sowie
  • die Benennung von Schlüsselqualifikationen für Pflegende in unserer Einrichtung.

Sämtliche Aktivitäten des Pflegedienstes müssen auf diesen Vorgaben fußen. Das beinhaltet eine hohe Transparenz und Überprüfbarkeit des Handelns auf allen hierarchischen Ebenen des Pflegedienstes.

Derartige Schriften haben in der Regel ein hohes Abstraktionsniveau, welches dazu führt, dass viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht verstehen, was von ihnen verlangt wird und in welchem Kontext eine derartige Richtlinie zu verstehen ist.

Es stellt demnach eine besondere Herausforderung dar, die Anforderungsprofile und die Erfolgspotenziale so zu definieren, dass alle Handlungsebenen, also sowohl die normative, die strategische als auch die operative Ebene jederzeit den Zielerreichungsgrad überprüfen können.

Hierzu bedarf es klarer Strukturen, die die Komplexität des Betriebsgeschehens erfassen und auf transparente Teilaspekte reduzieren können.

 
 
Gleichzeitig müssen diese klaren Strukturen mit flexiblen Strategien belebt werden, die sich den wechselnden Lebensumständen stets anpassen können.

Mit diesem Wissen haben wir zur besseren Darstellung unser Pflegekonzept zusätzlich visualisiert. Somit haben wir jederzeit ein anschauliches Instrument zur Evaluierung unseres Tuns zur Verfügung.

Die Führungsphilosophie unseres Pflegedienstes lässt sich aus dem bisher beschriebenen bereits herleiten. Unser Ziel, mit einer schlanken Hierarchie den einzelnen Fachkräften vor Ort möglichst viel Gestaltungsspielraum für die eigene Arbeitssituation zur Verfügung zu stellen, korrespondiert in einem im Vergleich zu anderen Krankenhäusern geringen Overhead der Leitungsebene.
 
 

Die Pflegedirektion unserer Einrichtung steht in einem kontinuierlichen Evaluationsprozess mit den pflegerischen Leitungen der Stationen und Funktionsbereiche (PL). Durch gezielte Personal- (PE) und Organisationsentwicklungsmaßnahmen (OE) sollen Arbeitsbedingungen geschaffen und/oder erhalten werden, die ein hohes Maß an Zielerreichung unter den Vorgaben des Pflegekonzeptes ermöglicht.
Das sich daraus entwickelnde Leitungsteam vertritt die Interessen des Pflegedienstes nach Innen (z.B. gegenüber nachgeordneten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen) und nach Außen (z.B. gegenüber anderen Berufsgruppen innerhalb und außerhalb des Krankenhauses).

Die Dezentralisierung von Leitungskompetenz soll zu einer hohen Identifikation mit dem eigenen Dienstgeber und der eigenen Arbeit (Corporate Identity) sowie einer daraus resultierenden, insgesamt positiveren Darstellung des Pflegeberufes durch eine hohe Berufszufriedenheit in der Öffentlichkeit führen.

Elementarer Bestandteil unseres Pflegekonzeptes ist die Einsicht, dass pflegerisches Handeln nicht erst mit der Krankenhausaufnahme beginnt und mit der Entlassung aus dem Krankenhaus endet.

Dieser Einsicht folgend, haben wir in der Vergangenheit, und werden wir zukünftig noch intensiver den Kontakt mit Pflegefachkräften anderer Sektoren suchen, um mit uns gemeinsam die pflegerische Versorgung der Bevölkerung unter wirtschaftlichen, qualitativen und auch berufspolitischen Aspekten zu organisieren und zu etablieren.

Das Krankenhaus der näheren Zukunft muss integriert sein in ein soziales und gesundheitspolitisches Gesamtkonzept.
Die Pflege der näheren Zukunft muss sich verstehen als ein qualifizierter Dienstleistungsberuf mit einem professionellen Anforderungsprofil im engen, kooperativen Diskurs mit der Bevölkerung und allen an der Gesundheitsversorgung beteiligten Berufsgruppen.

"Es ist nicht genug zu wissen,
man muss es auch anwenden.
Es ist nicht genug zu wollen,
man muss es auch tun!"

(Goethe)
 
 
 
 
 
 
 
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