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Pflege / Arbeitszeiten
Arbeitszeitmodell für die Pflege

 

Margret Hake

Im Jahre 1994 wurde durch Frau Margret Hake (Pflegerische Leitung, siehe Foto) in Kooperation mit ihren Kolleginnen und Kollegen einer orthopädischen Pflegestation die Idee entwickelt, ein Kernarbeitszeitmodell im Rahmen einer 5 – Tage / Woche praxisnah zu erarbeiten.

Der Grundgedanke folgte der Erkenntnis, dass zwischen 07.00 Uhr und 16.00 Uhr berufsgruppenübergreifend die Zeit mit den höchsten Leistungsanforderungen nur mit einer angemessenen Personalkapazität abzudecken ist.

 
Die Vorgabe lautet, die Arbeitszeiten mit einer Schichtdienstzeit von 8 Stunden, abzüglich einer Pausenregelung von 0,5 Stunden, in einem Rhythmus von 28 Tagen zu 20 Arbeitstagen und 28 Tagen zu 21 Arbeitstagen durchzuführen.

Unter aktiver Mithilfe einer Modellstation haben wir es geschafft, die Arbeitsorganisation berufsgruppenübergreifend auf allen Pflegestationen (inkl. Intensivstation) dergestalt zu optimieren, dass das Pflegepersonal in der verbleibenden Zeit des Frühdienstes sowie des Spätdienstes die Leistungsdichte trotz der Personalverschiebung in den Zwischendienst gut bearbeiten konnte.

Mit der betriebsweiten Einführung des „Borkener Arbeitszeitmodells“ in der Pflege konnten wir den vielen Anfragen nach einer Teilzeitbeschäftigung Rechnung tragen.
Wichtigste Voraussetzung für unsere Teilzeitmodelle ist die Tatsache, dass grundsätzlich komplette Arbeitstage zu verrichten sind. Die Anzahl der Arbeitstage ist dann im Rahmen des Stellenplans frei verhandelbar.

Wir haben im Bewusstsein, ein praxisnahes Modell zu erarbeiten, darauf gedrängt, die veränderte Dienstplanung (ohne technische Hilfsmittel) in der Handhabung deutlich zu vereinfachen.
 
 
Aus diesem Grunde haben sich die pflegerischen Leitungen unserer Einrichtung dazu entschieden, die mit der Einführung der 5 – Tage / Woche verbundenen ungleichen Arbeitszeiten bzw. ungeraden Arbeitsbeginnzeiten und Arbeitsendezeiten nicht zu übernehmen.

Produkt dieser Diskussion war die Etablierung des o.a. Arbeitszeitmodells, welches den administrativen Aufwand mit der Dienstplanung im Vergleich erheblich verringert.

Voraussetzung für die Einführung des Zwischendienstes ist die Bereitschaft aller Berufsgruppen, an der Optimierung von Ablaufprozessen zu arbeiten und somit von den Verbesserungen zu profitieren.

In den Funktionsbereichen unserer Einrichtung arbeiten wir in der 5 – Tage / Woche. Die Bereitschaftsdienste sind durchweg in Bereitschaftsdienststufe B eingruppiert. Die Vergütung der Bereitschaftsdienste erfolgt in einem kombinierten System zwischen Freizeitausgleich und finanzieller Abgeltung nach den Vorgaben des Arbeitszeitrechtgesetzes.
 
 
 
 
 
 
 
 
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