Bereits seit 2005 beteiligt sich die St. Marien-Hospital Borken GmbH aktiv an der Bekämpfung von MRSA-Infektionen. Neben regelmäßigen Informationveranstaltungen und Schulungen, sowie einer intensiven Händehygiene wollen die Mitarbeiter das Infektionsrisiko für ihre Patienten wirksam verringern.
Eine Komplettierung erfuhren diese vorbeugenden Hygienmaßnahmen jetzt durch die Anschaffung eines neuartigen MRSA-Schnelltestgerätes. Dieses steht, erst einmal probeweise, in der ZAD und ermöglicht eine frühzeitige Diagnostik des Keimes. Nach nur 60 bis 75 Minuten kann bereits festgestellt werden, ob der Patient bei der Aufnahme mit MRSA besiedelt ist oder nicht.
So werden Risikopatienten schneller identifiziert und die notwendigen Isolierungs-, Hygiene- und Behandlungsmaßnahmen können früher eingeleitet werden. Bisher wurden die Tests von einem externen Labor durchgeführt. „Bis zum Eintreffen des Ergebnisses konnte es, insbesondere am Wochenende, schon einmal zwei Tage dauern, bis das Ergebnis eintraf“ meint Hygienefachkraft Gregor Knüwer. Für die Patienten, die in dieser Zeit isoliert waren, bedeutet dies eine hohe Belastung, insbesondere wenn der Test im Nachhinein negativ ausfiel.
Durch den Einsatz des Gerätes entstehen dem Krankenhaus keine Mehrkosten – im Gegenteil, es erspart Folgekosten für unnötige Isolierungen, blockierte Betten und vermeidet eine erhöhte Personalbelastung.