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St. Marien-Hospital - Aktuell

Durch eine kostenlose Operation konnte das St. Marien-Hospital Wasja Kovaleu aus Weißrussland zu mehr Lebensqualität verhelfen.
Schmerzfrei in ein neues Leben

Schnelle, unbürokratische und kostenlose Hilfe erhielt Wasja Kovaleu aus Weißrussland im Borkener Krankenhaus. Nach einem Bandscheibenvorfall litt der 49-Jährige unter starken Schmerzen. Nur eine Operation konnte Abhilfe schaffen. Bedingt durch die ungünstige Lage des Vorfalls stellte diese zwar eine mögliche Heilungschance, aber auch ein hohes Risiko dar, welches mit einem Leben im Rollstuhl hätte enden können. In seiner Heimat fand er daher keinen Arzt, der dieses Wagnis eingehen wollte. Ein Arzt riet ihm sogar von einer OP ab. Für eine Operation im Ausland fehlten Kovaleu die finanziellen Mittel. Er ist Bauingenieur und verdient mit knapp 200 Euro monatlich eigentlich überdurchschnittlich gut. Da aber die Lebenshaltungskosten in Weißrussland höher sind als in Deutschland, wissen die Menschen dort kaum, wie sie ihre Familien satt bekommen und ihren Kindern eine gute Ausbildung zukommen lassen können.


Als Geschäftsführer Christoph Bröcker und Dr. Frank Rubenthaler, Chefarzt der Klinik für Orthopädie- und Unfallchirurgie, von dem Schicksal des Mannes hörten, waren sie sofort bereit, ihn in Borken kostenfrei zu operieren. Auch die nachfolgende Behandlung und Therapie sowie weitere benötigte Hilfsmittel der Fa. Splitthof wurden nicht in Rechnung gestellt. Für Wasja Kovaleu und seine Frau Tanja war so viel soziales Engagement fast unvorstellbar. Der Kontakt zwischen dem Krankenhaus und Kovaleu wurde durch Bärbel Dönnebrink, die sich privat für Notfälle aus Weißrussland engagiert, sowie Propst Theising, hergestellt.

Bereits seit Jahren wird auf diesem Weg Menschen aus Weißrussland in Not geholfen. Angefangen hatte die private Initiative 1995 mit der Aufnahme von „Tschernobylkindern“. Um das dauerhaft finanzieren zu können, bat Bärbel Dönnebrink Nachbarn, Freunde und Verwandte, mögliche Spenden auf ein eigens dafür eingerichtetes Konto einzuzahlen. Immer wenn genügend Mittel vorhanden waren, wurden Menschen aus Weißrussland eingeladen, die am dringendsten Hilfe benötigten. Eine Tocher der Familie Kovaleu hatte auch bereits an einem solchen Aufenthalt in Borken teilgenommen. Während ihres jetzigen Aufenthaltes wurde das Ehepaar Wasja und Tanja Kovaleu von den Helfern der Weißrusslandinitiative ebenfalls herzlich betreut. Einladungen zum Eisessen, ein Besuch im Forellenhof und der Burg Gemen sowie weitere Unternehmungen machten ihren Aufenthalt angenehm und abwechslungsreich.

Allen Beteiligten, die diese OP, inklusive der liebevollen Betreuung, und den gesamten Aufenthalt möglich gemacht haben, möchten die Eheleute auf diesem Weg nochmals ein großes Dankeschön aussprechen. Wasja Kovaleu erholt sich zurzeit in einem Sanatorium in seiner Heimat und ist fast
schmerzfrei.

 


 

26.10.10

 
 
 
 
 
 
 
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