Ein neues Gerät macht die Diagnosestellung bei Lungenerkrankungen
für Arzt und Patient einfacher. Der sogenannte
Endobronchiale Ultraschall, kurz EBUS genannt, kombiniert
herkömmliche Untersuchungsmethoden und ergänzt damit das Untersuchungsspektrum der Klinik für Innere Medizin im St.
Marien-Hospital Borken.
Das neue Gerät ist eine Kombination zwischen einer Bronchoskopie
und einem Ultraschall. Es sieht aus wie ein herkömmliches
Bronchoskop. Der einzige Unterschied ist, dass an dessen Ende
ein Ultraschallkopf sitzt. Es wird dem Patienten durch Mund oder Nase, unter leichter Betäubung, in die Lunge geschoben und macht
dort krankhafte Veränderungen sichtbar. Selbst sehr kleine Tumore,
ab einer Größe von 1,2 cm werden erkannt. Zeitgleich kann der
Arzt sehen, ob Lymphknoten befallen sind und sich Tochtergeschwülste
(Metastasen) gebildet haben. Ebenso können im Rahmen
dieser Untersuchung Gewebeproben entnommen werden.
„Das ermöglicht uns relativ schnell eine sichere Diagnose zu stellen
und erspart unseren Patienten einen aufwändigen operativen
Eingriff“, erläutert Dr. Martin Eckers, Oberarzt der Inneren Medizin.
Er führt bereits seit Jahren Ultraschalluntersuchungen der Speiseröhre durch und freut sich, dass mit der Anschaffung des
neuen Gerätes „die Lücke“ der Darstellbarkeit und Erreichbarkeit
von Veränderungen im Brustkorb geschlossen werden konnte.
Für die Untersuchung sollten die Patienten mit einem mindestens
dreitägigen Klinikaufenthalt rechnen.